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Amtsarzt’ Lesereise


Albert Camus

erhielt 1957 den Nobelpreis für Literatur. Den Romanen, Essays und Dramen des großen französischen Publizisten und Schriftstellers liegt die  Philosophie des Absurden zugrunde. Im Alter von 17 Jahren erkrankte  Camus erstmalig an Tuberkulose, einer Erkrankung, die bei ihm nie  vollständig ausheilte. Im zweiten Weltkrieg war er für die Resistance  tätig. 1944 lernte Camus Jean-Paul Sartre kennen, mit dem er sich aber  später überwarf.Der im Jahr 1947 veröffentlichte Roman "La Peste" (Die  Pest) besitzt einen engen Bezug zum zweiten Weltkrieg und wurde nicht  nur als Buch sondern auch als Theaterstück ein großer Erfolg. Das Werk  ist nach wie vor Pflichtlektüre an den französischen Schulen. Am 4. Januar 1960 starb der vielleicht bekannteste französische Autor bei einem Autounfall in der Nähe von La Chapelle Champigny in Frankreich.

 

Henning Mankell

Der schwedische Autor vollendete am 3. Februar sein 60. Lebensjahr. Durch  den von ihm erschaffenen Kultkommissar Kurt Wallander und dessen  Erlebnisse ist er inzwischen zu einem der erfolgreichsten  Kriminalautoren avanciert. Er gilt gleichzeitig als Begünder der seit rund einem Jahrzehnt boomenden nordischen Kriminalliteratur. Die Hälfte seiner Zeit verbringt Mankell inzwischen in Maputo/Mosambik und führt  dort ein Theater in eigener Regie. Parallel zu seinen Bestsellern veröffentlicht er Dokumentationen und Essays über die Probleme der  afrikanischen Bevölkerung. In “Ich sterbe aber die Erinnerung lebt” wird die Bedeutung von sogenannten Erinnerungsbüchern HIV-Betroffener  thematisiert.

 

Stephanie Nolen

Die studierte kanadische Journalistin beschäftigt sich in ihren  Veröffentlichungen mit der politischen Labilität in Entwicklungsländern. Sie arbeitet für die angesehene kanadische Tageszeitung “The Globe and  Mail”. Aus ihrer Feder stammen drei Bücher. Das letzte Werk “28 Stories über AIDS” hat der Autorin zu weltweitem Ruhm verholfen. Stephanie Nolen  wohnt mit ihrem Sohn und ihrem Lebensgefährten in Johannesburg / Südafrika.

 

Richard Preston

Ein Asteroid von der halben Größe Manhattans ist bereits nach dem  promovierten Wissenschaftsschriftsteller benannt. Durch die Plastizität seiner Werke beeindruckte Preston den damaligen Präsidenten Bill Clinton derart, dass dieser im Weißen Haus im Sicherheitsrat frühzeitig das  Thema “Bioterrorismus” behandeln ließ. Bruder Douglas Preston ist ebenfalls ein renommierter Schriftsteller, der zusammen mit seinem  Kollegen Lincoln Child als Megaseller-Garant gilt. In dem Thriller "Hot Zone" aus dem Jahr 1995 “warten spannende und in dieser Form bisher  unerreichte Stunden auf einen Leser, der sich, ob seines Wissensdurstes, nur noch über sich selber wundern kann” so Marlene Müller Prätorius in  einer Rezension. “Hot Zone” war auch die Vorlage des Kinothrillers “Outbreak” mit Dustin Hoffmann.

 

Annie Proulx

Die inzwischen 72-Jährige Autorin aus Wyoming wird als Anwärterin für den Literaturnobelpreis gehandelt, obwohl sie als Spätberufene erst im Alter von 50 Jahren begann, Romane zu verfassen. Mit ihrem Namen assoziiert  man vor allem das aus dem Jahr 1993 stammende Werk “Schiffsmeldungen”, das inzwischen sogar verfilmt wurde. Weltweite Anerkennung verschaffte  ihr aber auch der Film “Brokeback Mountain”, der auf einer von ihr  erstmals am 13. Oktober 1997 in einer Ausgabe des Magazins “The New  Yorker” veröffentlichten Erzählung basiert. Annie Proulx war dreimal verheiratet und hat aus diesen Beziehungen 4 Kinder.