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Die Autoren der vorgetragenen Werke im Jahr 2011:
Heinrich Böll
Er zählt zu den bedeutendsten deutschen Schriftstellern der Gegenwart. 6 Jahre lang diente er im 2. Weltkrieg und war daher zeitlebens kritisch mit dieser Zeit und angestammten Konventionen verbunden. Als Kölner wußte er aber auch, breite Bevölkerungsschichten durch menschliche Schilderungen von durchaus ernsten Themen zu gewinnen. 1972 erhielt er den Literatur- Nobelpreis. 1983 starb er in der Eifel. Sein literarisches Erbe beginnt, leider in Vegessenheit zu geraten. In seinem “Irischen Tagebuch” wird dem Alkoholkonsum der Dorfbevölkerung in einer verständnisvoll-humorvoller Ausgestaltung begegnet
Maarten t’Hart
- der Mann mit dem so schwer nachvollziehbaren Namen - ist promovierter Biologe und stammt aus Holland. Seit 1971 schreibt er professionell und erlangte Weltruhm mit “Das Wüten der ganzen Welt”. Atmosphärisch dichte Handlungsbeschreibungen sind sein Faible - nicht selten auch mit ausführlichen Details zu Flora und Fauna versehen. In “Der Handel” dreht sich alles um den Ankauf eines Harmoniums... und dessen Transport durch das Treppenhaus aus dem Haus. Zu spät fällt den Besitzern ein, dass das Instrument doch seinerzeit nur mit Hilfe eines Krans durch das Fenster ins Zimmer gelangte.

Büchercollage des Künstlers Martin Mele in der “Alten Post” in Neuss.
Mikael Niemi
Der gelernte Elektrotechniker schreibt über sein Heimatland Schweden. Offen bekennt er sich auch zu den Musikhelden Jimi Hendrix und Bob Dylan. Mit “Populärmusik aus Vittula” aus dem Jahr 2000 wurde er zum anerkannten Literaten. 800 000 Exemplare gehen über die Ladentische. Das Werk glänzt durch den Schalk zwischen den Zeilen.
Eugen Roth
Vor mehr als 100 Jahren in München geboren, im 1. Weltkrieg schwer verwundet und 1933 aus politischen Gründen aus der Lokalredaktion des Münchner Merkur entlassen, entdeckte wenig später sein literarisches Talent.
Karl Heinrich Waggerl
Vielleicht der bekannteste österreichische Schriftsteller. Seine volkstümlichen Weihnachtsgeschichten, insbesondere “Worüber das Christkind lächeln musste” entlarven den bekennenden Atheisten als einen keineswegs ungläubigen Menschen.
Hansjürgen Weidlich
1985 in Göttingen verstorbener Schriftsteller. Zeitlebens blieb ihm der große Durchbruch versagt. In “Der Weihnachtsgarten” beschreibt er treffend die familiäre Idylle im Nachkriegsdeutschland.
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