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Amtsarzt’ Lesereise


Ferdinand Kriwet

In Düsseldorf geboren und natürlich Fortuna-affin gehört Kriwet zu den frühen Universalkünstlern, heute würde man bei dem 68-jährigen von  multimedialen Qualitäten sprechen. Vor allem Hörspieltexte und deren  Umsetzung in Klangexperimente sind bis heute eine Vorliebe des auch literarisch aktiven Künstlers, der in “Spiel ohne Ball” bereits 1974 (!) die schillernd-obskure Fernsehwelt auf die Schippe nimmt.

 

Siegfried Lenz

Der vielleicht bekannteste Schriftsteller Deutschlands veröffentlicht noch  heute Romane - allerdings in Kurzform. “Deutschstunde” und  “Heimatmuseum” gehören zu den literarischen Monumenten deutscher Nachkriegs-Literatur. Lenz wohnt in Hamburg und wirkt als Professor in  Düsseldorf. Er stand Günter Grass und Willy Brandt nahe. In “Der Läufer” setzt er sich mit der Charakterschwäche des Menschen auseinander.

 

Alistair McLean

veröffentlichte 28 Romane, darunter “Die Kanonen von Navarone” und “Rendevous” mit dem  Tod. In den 80iger Jahren galt er als einer der erfolgreichsten  Schriftsteller. Der in Schottland geborene, zweimal verheiratete McLean verstarb 1987 in München. “Rundenrekord” gehört zu den spannendsten  Sportgeschichten aus der Welt der Formel 1.

 

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Slawomir Mrozek

Der 80-jährige polnische Schriftsteller wird in einem Atemzug mit Becckett und Dürrenmatt genannt. Er emigrierte nach Mexiko, um 1996 wieder nach  Krakau zurückzukehren. Mit “Schach” legt er eine meisterhafte Satire vor.

 

Ulrich Raschke

Der 1943 geborene und vor 11 Jahren verstorbene Schriftsteller war eigentlich Eintracht Frankfurt-Fan. Mit Peter Handke und Herbert  Achternbusch gründete er die “Junge Akademie”. Von ihm stammen Hörspiele , Lyrik und Prosa, u.a. auch die humorvolle Kurzgeschichte  “Schiedsrichter”.

 

Ben Redelings

Als dem VFL Bochum verbundener Autor und Filmemacher gehört Ben Redelings zu den kenntnisreichsten Fußballjournalisten Deutschlands. Vielen wird  das Projekt Scudetto bekannt sein, über welches Sportler in Talkkonferenzen zu Wort kommen. Mit dem neuen Werk namens “Dem Fußball sein Zuhause”, aus dem eine Passage vorgelesen wird, befindet sich Ben Redeling zurzeit ebenfalls auf Lesereise.

 

Allan Sillitoe

Wer kennt das Hauptwerk “Die Einsamkeit des Langstreckkenläfers” nicht ? Der englische Schriftsteller wahrt in seinen Geschichten immer einen sozialen Bezug. So auch in diesem Roman, der für den Leichtathleten,  seinen Vorgesetzten und das Publikum ein überraschendes Laufende nimmt. Die 1962 vorgenommen Verfilmung vermochte den Erfolg des Buches noch  zu übertreffen.

 

Fritz Walter

ist vor allem aufgrund seiner Kapitänswürde bei der Erlangung des  Weltmeistertitels 1954 eine der Galionsfiguren des deutschen Fußballsports. Der Pfälzer Mittelfeldspieler mit der Nummer 8 schoss 327 Tore in 384 Spielen, eine heute unvorstellbare Quote, war für das Tor des Jahrhunderts verantwortlich und blieb trotz zahlreicher Auslandsangebote immer seinem 1. FC Kaiserslautern treu. Das ehemalige  Betzenberg-Stadion ist nach ihm benannt worden. Aus seiner Feder stammt  aber auch die literarische Persiflage ”Mit somnambuler Sicherheit”.